Gebrauchsinformation
Zusammensetzung
Arzneilich wirksamer
Bestandteil:
1 Lutschpastille enthält 5,19 mg
Natriumpicosulfat1 H2O (entsprechend 5 mg
Natriumpicosulfat)
Sonstige
Bestandteile:
Acesulfam-Kalium, Gelatine, Glycerol, Guar(Ph.Eur.), Phospholipide aus Sojabohnen, Maisstärke, Pflaumen-Aroma
Darreichungsform und Inhalt
Originalpackung mit 20 [N 2], 40 [N 3] Lutschpastillen
Abführmittel
MADAUS GmbH, 51101 Köln
Tel.: 0221 / 8998-0, Fax: 0221 / 8998-711
e-mail: info@madaus.de
Anwendungsgebiete
Zur kurzfristigen
Anwendung bei
Verstopfung sowie bei
Erkrankungen, die eine erleichterte Stuhlentleerung erfordern.
Gegenanzeigen
Wann dürfen Sie
Agiolax Pico nicht einnehmen?
Bei Überempfindlichkeit gegenüber
Natriumpicosulfat, anderen Triarylmethanen oder einen sonstigen
Bestandteil des
Arzneimittels sowie bei schwerer Dehydratation.
Kinder unter 4
Jahren dürfen
Agiolax® Pico nicht einnehmen.
Verstopfung, verbunden mit anderen
Beschwerden wie
Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber kann
Anzeichen einer ernsten
Erkrankung (Darmverschluß, akute Entzündung im Bauchbereich) sein. Bei solchen
Beschwerden dürfen Sie
Agiolax® Pico oder andere
Medikamente nicht einnehmen und sollten unverzüglich ärztlichen Rat suchen.
Wann dürfen Sie
Agiolax Pico erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden?
Im folgenden wird beschrieben, wann Sie
Agiolax® Pico nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch,wenn diese
Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
Bei
Erkrankungen, die mit
Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes einhergehen (z. B. stark eingeschränkte Nierenfunktion), dürfen Sie
Agiolax Pico nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen.
Was müssen Sie in
Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Eine mehrmalige
Anwendung in der
Schwangerschaft sollte nur auf ärztlichen Rat erfolgen, da keine ausreichenden Erfahrungen bei Schwangeren vorliegen.
Was ist bei
Kindern und älteren Menschen zu berücksichtigen?
Kinder sollten
Agiolax Pico nur auf ärztliche
Anordnung einnehmen.
Vorsichtsmaßnahmen für die
Anwendung und Warnhinweise
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Leiden Sie bereits längere Zeit unter
Verstopfungsbeschwerden, so sollten Sie sich vor Beginn einer Therapie mit
Agiolax Pico von Ihrem Arzt beraten und untersuchen lassen, denn chronische
Störungen bzw. Beeinträchtigungen des Stuhlganges können
Anzeichen einer ernsten
Erkrankung sein!
Die
Einnahme von Abführmitteln soll bei
Verstopfung nur kurzfristig erfolgen!
Eine medikamentöse Behandlung ist nur zu empfehlen, wenn Sie mit Veränderung Ihrer
Ernährung (durch vermehrte Aufnahme von Ballaststoffen und einer ausreichenden
Flüssigkeitsaufnahme) sowie durch Änderung Ihres Lebensstils (mit ausreichender körperlicher Bewegung) keinen oder noch keinen ausreichenden Erfolg erzielen konnten!
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Welche anderen
Arzneimittel beeinflussen die
Wirkung von
Agiolax Pico und wie beeinflußt
Agiolax Pico die
Wirkung von anderen
Arzneimitteln?
Antibiotika (bakterienhemmende Mittel) können die Wirksamkeit von
Agiolax Pico vermindern oder aufheben.
Agiolax Pico kann eine vermehrte Ausscheidung von Kalium mit dem Stuhl verursachen.Werden gleichzeitig andere
Medikamente eingenommen, die einen Kaliumverlust bewirken, z. B. bestimmte
Diuretika (harntreibende Mittel) und Kortikosteroide (Nebennierenrindenhormone), kann dies zu einem Kaliummangel mit
Störungen der
Herzfunktion und
Muskelschwäche führen.
Die
Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Mitteln herzwirksame Glykoside), die die Leistungsfähigkeit des Herzens steigern, kann erhöht sein.
Beachten Sie bitte, daß diese
Angaben auch für vor kurzem
angewandte
Arzneimittel gelten können.
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der
AnwendungDie folgenden
Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt
Agiolax Pico nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die
Anwendungsvorschriften, da
Agiolax Pico sonst nicht richtig wirken kann!
Wieviel von
Agiolax Pico und wie oft sollten Sie
Agiolax Pico einnehmen?
Erwachsene und ältere
Kinder nehmen (am besten abends) 1 - 2 Lutschpastillen
Agiolax Pico (entsprechend 5 - 10 mg
Natriumpicosulfat) ein.
Jüngere
Kinder ab 4
Jahren erhalten auf ausdrückliche ärztliche
Anordnung 2,5 bis 5 mg
Natriumpicosulfat. Die abführende
Wirkung tritt normalerweise nach 10 bis 12 Stunden ein.
Wie lange sollten Sie
Agiolax Pico einnehmen?
Agiolax Pico darf ohne ärztliche
Anweisung nur kurzfristig angewendet werden.Bei chronischer
Verstopfung sollte der Arzt zu Rate gezogen werden.
Überdosierung und andere
Anwendungsfehler
Was ist zu tun,wenn
Agiolax Pico in zu großen Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Eine Überdosierung kann zu Durchfall führen. Ein gegebenenfalls entstehender
Verlust von
Flüssigkeit und
Elektrolyten sollte ausgeglichen werden. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Nebenwirkungen
Welche Nebenwirkungen können bei der
Anwendung von
Agiolax Pico auftreten?
Nebenwirkungen sind bei kurzfristiger
Einnahme selten und bestehen meist in Blähungen bzw.leichteren
Bauchschmerzen oder erhöhter Stuhlgangshäufigkeit sowie in Einzelfällen in Überempfindlichkeitsreaktionen.
Jede über eine kurzdauernde
Anwendung hinausgehende
Einnahme von
Agiolax Pico führt zu einem
Verlust von
Flüssigkeit und
Elektrolyten (insbesondere Kalium) und damit zu einer Verstärkung der Darmträgheit.
Agiolax Pico soll deshalb nur kurzfristig angewendet werden.
Bei längerdauernder oder hochdosierter
Anwendung von
Agiolax Pico kommt es häufig zu erhöhten
Verlusten von Wasser,Kalium- und anderen Salzen. Dies kann zu
Störungen der
Herzfunktion und zu
Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger
Einnahme von
Diuretika und Nebennierenrinden-Steroiden.
Wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die hier nicht aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Hinweise und
Angaben zur Haltbarkeit des
Arzneimittels
Das Verfalldatum des
Arzneimittels ist auf der Faltschachtel und dem Blisterstreifen aufgedruckt.
Verwenden Sie dieses
Arzneimittel nicht mehr nach diesem Datum!
Stand der Information: September 2005
Quelle: www.madaus.de
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.