Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie folgende Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informa-tionen darüber enthält, was Sie bei der
Anwendung dieses
Arzneimittels beachten sol-len. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
GEBRAUCHSINFORMATION
Balkis®
Schnupfenspray Wirkstoff:
Xylometazolinhydrochlorid Zusammensetzung
Arzneilich wirksame
Bestandteile: 1 ml
Nasenspray, Lösung enthält 1,0 mg
Xylometazolinhydrochlorid; 0,2 mg Benzalko-niumchlorid. Ein
Sprühstoß (^ ca. 0,084 ml Lösung) enthält ca. 0,084 mg
Xylometazolinhydrochlorid und ca. 0,0168 mg
Benzalkoniumchlorid. Sonstige
Bestandteile: Natriummonohydrogenphosphat, Kaliumdihydrogenphosphat, Natriumchlorid, Wasser.
Darreichungsform und Inhalt
Glasflasche à 10 ml
Nasenspray, Lösung mit Feinstzerstäuber
Rhinologikum, Alpha-Sympathomimetikum
Xylometazolin hat gefäßverengende
Eigenschaften und bewirkt dadurch Schleimhaut-abschwellung
Pharmazeutischer Unternehmer:
DOLORGIET GmbH u. Co. KG
53757 St. Augustin/Bonn
Otto-von-Guericke-Straße 1
Telefon: 02241/317-0
Telefax: 02241/317 390
Anwendungsgebiete
- Zur Abschwellung der
Nasenschleimhaut bei
Schnupfen, anfallsweise auftretendem Fließschnupfen (Rhinitis vasomotorica), allergischem
Schnupfen (Rhinitis allergica).
Balkis®
Schnupfenspray ist für Erwachsene und Schulkinder bestimmt.
Gegenanzeigen
Wann dürfen Sie Balkis®
Schnupfenspray nicht anwenden?
Dieses
Arzneimittel dürfen Sie nicht anwenden bei:
- Überempfindlichkeit gegenüber einem der
Bestandteile von Balkis®
Schnupfen-spray,
- trockener Entzündung der
Nasenschleimhaut mit
Borkenbildung (Rhinitis sicca),
- Kleinkindern unter 6 Jahren.
Wegen des Gehalts an
Benzalkoniumchlorid als Konservierungsmittel darf Balkis®
Schnupfenspray bei Überempfindlichkeit gegen diese Substanz nicht angewendet werden.
Wann dürfen Sie Balkis®
Schnupfenspray erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt an-wenden?
Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Balkis®
Schnupfenspray nur unter bestimm-ten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese
Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
Dieses
Arzneimittel darf nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden bei:
-
Patienten, die mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) und anderen potentiell blutdrucksteigernden
Arzneimitteln behandelt werden,
- erhöhtem Augeninnendruck, insbesondere
Engwinkelglaukom,
- schweren Herz-Kreislauferkrankungen (z. B. koronare Herzkrankheit, Hypertonie),
- Phäochromozytom,
- Stoffwechselstörungen (z. B. Hyperthyreose, Diabetes).
Was muss in
Schwangerschaft und
Stillzeit beachtet werden?
Balkis®
Schnupfenspray soll in der
Schwangerschaft nicht angewendet werden, da unzureichende Untersuchungen über das ungeborene Kind vorliegen. Eine Anwen-dung in der
Stillzeit sollte unterbleiben, da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.
Was ist bei
Kindern zu berücksichtigen?
Langfristige
Anwendung und Überdosierung, vor allem bei
Kindern, sind zu vermeiden. Die
Anwendung bei höherer
Dosierung darf nur unter ärztlicher
Kontrolle erfolgen.
Vorsichtsmaßnahmen für die
Anwendung und Warnhinweise
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Dauergebrauch von schleimhautabschwellenden
Schnupfen-
Arzneimitteln kann zu chronischer Schwellung und schließlich zum Schwund der
Nasenschleimhaut führen.
Patienten mit Glaukom, insbesondere
Engwinkelglaukom, sollen vor
Anwendung von Xylometazolin-
Schnupfen-
Arzneimitteln den Arzt befragen.
Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit
Maschinen und bei Arbei-ten ohne sicheren Halt beachten?
Bei längerer
Anwendung oder höherer
Dosierung von Balkis®
Schnupfenspray sind
Wirkungen auf Herz- und
Kreislauffunktionen oder das Nervensystem nicht auszu-schließen. In diesen Fällen kann die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges und zur Bedienung von
Maschinen beeinträchtigt sein. Beachten Sie besonders, dass Al-kohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtern kann!
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Welche anderen
Arzneimittel beeinflussen die
Wirkung von Balkis®
Schnupfenspray?
Bei gleichzeitiger
Anwendung von Balkis®
Schnupfenspray und bestimmten stim-mungsaufhellenden
Arzneimitteln (MAO-Hemmer vom Tranylcypromin-Typ oder tri-zyklische Antidepressiva) kann durch
Wirkungen auf Herz- und
Kreislauffunktionen eine Erhöhung des Blutdrucks auftreten.
Beachten Sie bitte, dass diese
Angaben auch für vor kurzem angewandte
Arzneimittel gelten können.
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der
AnwendungDie folgenden
Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Balkis®
Schnupfenspray nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die
Anwendungsvorschriften, da Balkis®
Schnupfenspray sonst nicht richtig wirken kann!
Empfohlene
Dosierung und
Anwendungszeiten nicht überschreiten.
Wie viel von Balkis®
Schnupfenspray und wie oft sollten Sie Balkis®
Schnupfenspray anwenden?
Soweit nicht anders verordnet, wird bei Erwachsenen und Schulkindern nach Bedarf bis zu 3-mal täglich je ein
Sprühstoß Balkis®
Schnupfenspray in jede Nasenöffnung eingebracht. Die
Dosierung richtet sich nach der individuellen Empfindlichkeit und der klinischen
Wirkung.
Art der
Anwendung:
Schutzkappe abnehmen. Vor der ersten
Anwendung mehrmals pumpen bis zum Austreten eines gleichmäßigen Sprühne-bels. Bei weiterer
Anwendung ist der Do-sierspray sofort gebrauchsfertig.
Die Sprühöffnung in das Nasenloch einfüh-ren, einmal pumpen und damit Balkis®
Schnupfenspray in den Nasenraum ein-sprühen.
Hinweis: Es empfiehlt sich, vor
Anwendung des Präparates die Nase gründlich zu schneuzen. Während des Sprühvorgangs leicht durch die Nase einatmen. Nach Be-nutzung Schutzkape wieder aufsetzen.
Wie lange sollten Sie Balkis®
Schnupfenspray anwenden?
Xylometazolin-
Schnupfenspray sollte nicht länger als 5 Tage angewendet werden, es sei denn auf ärztliche Anordnung.
Eine erneute
Anwendung sollte erst nach einer Pause von mehreren Tagen erfolgen.
Zur
Anwendungsdauer bei
Kindern sollte grundsätzlich der Arzt befragt werden.
Die
Anwendung bei chronischem
Schnupfen darf wegen der Gefahr des Schwundes der
Nasenschleimhaut nur unter ärztlicher
Kontrolle erfolgen.
Überdosierung und andere
Anwendungsfehler
Was ist zu tun, wenn Balkis®
Schnupfenspray in zu großen Mengen angewendet wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
In Folge einer Überdosierung oder versehentlichen oralen Aufnahme können folgende
Wirkungen auftreten:
Pupillenerweiterung (Mydriasis), Übelkeit, Blaufärbung von Lippen (Zyanose),
Fieber,
Krämpfe, Herz-Kreislaufstörungen (Tachykardie, kardiale Arrhythmie, Herzstillstand, Hypertonie), Lungenfunktionsstörungen (Lungenödem, Atemstörungen), psychische Störungen.
Außerdem können Schläfrigkeit, Erniedrigung der Körpertemperatur, Verminderung der Herzfrequenz, schockähnlicher Blutdruckabfall, Aussetzen der Atmung und Koma eintreten.
Therapiemaßnahmen sind die Gabe medizinischer Kohle, Magenspülung oder Sauer-stoffbeatmung. Gegebenenfalls sind Bluthochdruck,
Fieber und
Krämpfe zu behandeln.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie zu wenig von Balkis®
Schnupfenspray ange-wendet haben?
Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge, sondern führen Sie die
Anwendung wie in der
Dosierungsanleitung beschrieben, fort.
Nebenwirkungen
Welche Nebenwirkungen können bei der
Anwendung von Balkis®
Schnupfenspray auftreten?
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden üblicherweise folgende Häufig-keitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig:
mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig:
weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich:
weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten:
weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten:
1 Fall oder weniger von 10.000 Behandelten ein-schließlich Einzelfälle
Atemwege
Balkis®
Schnupfenspray kann insbesondere bei empfindlichen
Patienten vorüberge-hende leichte
Reizerscheinungen (Brennen oder
Trockenheit der
Nasenschleimhaut) hervorrufen.
Häufig kann es nach Abklingen der
Wirkung zu einer verstärkten Schleimhautschwel-lung (reaktive Hyperämie) kommen.
Längerer oder häufiger Gebrauch sowie höhere
Dosierung von Balkis®
Schnupfen-spray können zu
Reizerscheinungen (Brennen oder
Trockenheit der Schleimhaut) und verstärkter Schleimhautschwellung führen, die durch verstärkten
Arzneimittelgebrauch verschlimmert werden (Rhinitis medicamentosa). Dieser Effekt kann schon nach 5-tägiger Behandlung auftreten und bei fortgesetzter
Anwendung eine bleibende Schleimhautschädigung mit
Borkenbildung (Rhinitis sicca) hervorrufen.
Nervensystem
Selten treten Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder auch Müdigkeit auf.
Herz und Kreislauf
Gelegentlich kommt es zu
Wirkungen auf Herz und Kreislauf, wie z. B. Herzklopfen, Pulsbeschleunigung, Blutdruckanstieg.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser
Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Hinweise und
Angaben zur Haltbarkeit des
Arzneimittels
Das Verfallsdatum dieser
Packung ist auf der Faltschachtel aufgedruckt. Verwenden Sie diese
Packung nicht mehr nach diesem Datum!
Haltbarkeit nach Öffnen des Behältnisses
Nach Anbruch sollte Balkis®
Schnupfenspray aus hygienischen Gründen nicht länger als 6 Wochen verwendet werden.
Wie ist Balkis®
Schnupfenspray aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Stand der Information: Februar 2003
Quelle: www.dolorgiet
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.