Wichtige Hinweise (Pflichtangaben):
Berberil®N Augentropfen. Wirkstoff:
Tetryzolinhydrochlorid.
Anwendungsgebiete: Augenreizungen, z. B. durch Rauch, Wind, gechlortes
Wasser und Licht. Allergische
Entzündungen des Auges, z. B. Heufieber und Blütenstaubüberempfindlichkeit.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.GebrauchsinformationBerberil N
Augentropfen1 ml enthält 0,50 mg
Tetryzolinhydrochlorid.
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwen dung dieses
Arzneimittels beginnen.
Dieses
Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen
Behandlungserfolg zu erzielen, müssen die
Berberil® N
Augentropfen jedoch vorschriftsmäßig angewendet
werden.
? Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
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Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere
Informationen oder einen Rat benötigen. Wenn Sie weitere
Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
? Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder keine Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
? Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren
Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
1. Was sind die
Berberil® N
Augentropfen und wofür werden sie angewendet?
2. Was müssen Sie vor der
Anwendung der
Berberil® N
Augentropfen beachten?
3. Wie sind die
Berberil® N
Augentropfen anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie sind die
Berberil® N
Augentropfen aufzubewahren?
6. Weitere
Informationen1. Was sind
Berberil® N
Augentropfen und wofür werden sie angewendet?
Die
Berberil® N
Augentropfen sind ein
Arzneimittel zur Beeinfl ussung des Organnerven systems (vegetatives Nervensystem) aus der Arzneigruppe der alpha-Sympathomimetika.
Die
Berberil® N
Augentropfen werden angewendet bei:
- Augenreizungen, z. B. durch Rauch, Wind, gechlortes
Wasser und Licht,
- allergischen
Entzündungen des Auges, z.B. Heufi eber und Blütenstaubüberempfi ndlichkeit.
2. Was müssen Sie vor der
Anwendung der
Berberil® N
Augentropfen beachten?
Die
Berberil® N
Augentropfen dürfen nicht angewendet werden bei:
? Engwinkelglaukom
? Überempfi ndlichkeit gegenüber
Tetryzolinhydrochlorid, dem
Wirkstoff der
Berberil® N
Augentropfen oder einem der Hilfsstoffe
?
Kindern unter 2 Jahren.
Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie die
Berberil® N
Augentropfen nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen.
Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese
Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
Sie dürfen die
Berberil® N
Augentropfen erst anwenden nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bei
? schweren Herz-Kreislauf-
Erkrankungen (z. B. koronarer
Herzkrankheit,
Bluthochdruck oder Phäochromozytom)
? Stoffwechselstörungen, z. B. Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) oder Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
?
Behandlung mit blutdrucksteigernden Medikamenten (z. B. MAO-Hemmern)
? trockener Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis sicca)
? trockenen Augen (Keratokonjunktivitis sicca) sowie
? Grünem Star (Glaukom).
Erklärungen
Das Glaukom ist eine
Erkrankung, bei der es zu einem erhöhten Augeninnendruck kommt (sog. Grüner Star).
Wenn die
Erkrankung durch eine Verengung der Augenkammerwinkel verursacht wird, spricht man von einem Engwinkelglaukom.
Die koronare
Herzkrankheit wird durch Verengung der Blutgefäße des Herzens ausgelöst. Dies kann zu Herzschwäche (Herzinsuffi zienz),
Störungen des
Herzschlags (Herzrhythmus störungen), anfallsweisen Schmerzen (Angina pectoris) und Untergang von Herzgewebe (Herzinfarkt) führen.
Ein Phäochromozytom ist ein meist gutartiger Tumor vor allem des Nebennierenmarks, der Stoffe abgibt, die zu zeitweise sehr hohem
Bluthochdruck führen.
Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweis für die
Anwendung der
Berberil N®
Augentropfen:
Warnhinweise
Beachten Sie bitte, dass eine Augenreizung oder Augenrötung häufi g ein Zeichen für eine ernste Augenerkrankung ist und Sie daher einen
Augenarzt befragen sollten.
Suchen Sie sofort den nächst erreichbaren
Augenarzt auf, wenn
1. die Augenrötung akut oder einseitig auftritt,
2. zu Ihren jetzigen Beschwerden Augen- oder Kopfschmerzen hinzukommen,
3. Sie eine Sehverschlechterung oder fl iegende Punkte vor den Augen bemerken!
Die
Berberil® N
Augentropfen dürfen bei Engwinkelglaukom nicht angewendet werden. Bei anderen Glaukomformen darf die
Anwendung der
Berberil® N
Augentropfen nur mit besonderer Vorsicht und unter ärztlicher
Kontrolle erfolgen.
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Die
Berberil® N
Augentropfen dürfen nicht geschluckt werden und sind deshalb für
Kinder unerreichbar aufzubewahren.
Hinweise für
Kontaktlinsenträger:
Grundsätzlich dürfen bei der vorliegenden Augenerkrankung keine
Kontaktlinsen getragen werden. Bei gereizten Augen wäre grundsätzlich das Tragen einer Brille vorteilhafter, da die Augen durch die Krankheitssymptome irritiert sind. Wenn der
Augenarzt in Ausnahmefällen das Tragen von
Kontaktlinsen gestattet, ist Folgendes zu beachten: Nehmen Sie die
Kontaktlinsen vor dem Eintropfen heraus, und setzen Sie diese erst 15
Minuten nach dem Eintropfen wieder ein.
Kinder:
Die
Berberil® N
Augentropfen dürfen nicht bei
Kindern unter 2 Jahren angewendet werden.
Langfristige
Anwendung und Überdosierung, vor allem bei
Kindern, sind zu vermeiden.
Die
Anwendung bei
Kindern und bei höherer Dosierung darf daher nur unter ärztlicher
Kontrolle erfolgen.
Bei
Anwendung der
Berberil® N
Augentropfen mit anderen
Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere
Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspfl ichtige
Arzneimittel handelt.
Die blutdrucksteigernde Wirkung von MAO-Hemmern und trizyklischen Antidepressiva (Arzneistoffe zur
Behandlung einer krankhaften Verstimmung [Depression]) kann verstärkt werden.
Beachten Sie bitte, dass diese
Angaben auch für vor kurzem angewandte
Arzneimittel gelten können.
Falls Sie zusätzlich andere
Augentropfen/Augensalben anwenden, sollte zwischen diesen ein zeitlicher Abstand von ca. 5
Minuten eingehalten werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Die
Berberil® N
Augentropfen dürfen in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und das
Bedienen von Maschinen:
In seltenen Fällen kann es zu verschwommenem Sehen und
Blendung kommen. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie in diesen Fällen nicht Auto oder andere Fahrzeuge!
Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder
Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!
Wichtige
Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile der
Berberil® N
Augentropfen:
Das Konservierungsmittel
Benzalkoniumchlorid kann Reizungen am Auge hervorrufen. Vermeiden Sie den Kontakt mit weichen
Kontaktlinsen.
Benzalkoniumchlorid kann zur Verfärbung weicher
Kontaktlinsen führen.
Kontaktlinsen müssen Sie vor der
Anwendung entfernen und dürfen diese frühestens 15
Minutennach der
Anwendung wieder einsetzen.
3. Wie sind die
Berberil® N
Augentropfen anzuwenden?
Wenden Sie die
Berberil® N
Augentropfen immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die folgenden
Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt
Berberil N
Augentropfen nicht anders verordnet hat.
Zur
Anwendung am Auge.
Tropfen Sie 2- bis 3-mal täglich 1 Tropfen
Berberil® N
Augentropfen je Auge bei leicht zurückgelegtem Kopf in den Bindehautsack ein.
Eine
Anwendung über mehr als 5 Tage darf nur unter ärztlicher
Kontrolle erfolgen.
Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten:
Zeichen einer Überdosierung am Auge sind weite
Pupillen. Eventuell treten in milder Form Zeichen wie bei einem Verschlucken der
Berberil® N
Augentropfen auf (s. auch ?Neben wirkungen?).
Bei Verschlucken der Flüssigkeit können folgende Krankheitszeichen auftreten: Übelkeit, Zyanose (bläuliche
Haut durch verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes), Fieber, Krämpfe, erhöhter und unregelmäßiger
Herzschlag, Herzstillstand,
Bluthochdruck, Lungenödem (vermehrtes Gewebswasser in der
Lunge), Atemstörungen und psychische
Störungen, unter Umständen auch Hemmung zentralnervöser Funktionen mit Schläfrigkeit, Erniedrigung der Körpertemperatur, zu langsamer
Herzschlag, schockähnlicher Blutdruckabfall, Atemstillstand und Koma (tiefe Bewusstlosigkeit).
Bei Kleinkindern kann es zu zentralnervösen
Störungen, Verminderung der Atmung und Kreislaufzusammenbruch
kommen.
Rufen Sie bei Auftreten dieser Krankheitszeichen den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe!
Mögliche ärztliche
Gegenmaßnahmen sind Gabe medizinischer Kohle, Magenspülung und Sauerstoffbeatmung.
Vasopressoren (
Arzneimittel zur Blutdrucksteigerung) dürfen nicht gegeben werden.
Gegebenenfalls sind Fieber und Krämpfe zu behandeln. Bei Auftreten anticholinerger Symptome ist ein Gegenmittel, z. B. Physostigmin, zu verabreichen.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle
Arzneimittel können die
Berberil® N
Augentropfen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufi gkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufi g: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufi g: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10.000, einschließlich Einzelfälle
Gelegentlich kommt es zu einem Übertritt der
Berberil® N
Augentropfen in den Körperkreislauf, was zu Herzklopfen, Kopfschmerzen, Zittern besonders an den Händen (Tremor), Schwäche, Schwitzen und Blutdruckanstieg führen kann.
Selten: Verschwommenes Sehen und
Blendung durch erweiterte
Pupillen (Mydriasis).
Sehr selten: Bindehautreizung (Augenrötung mit Tränen und Lichtscheu).
In einem Einzelfall wurde nach langfristiger
Anwendung über eine Verhornung der Augenbindehaut mit Verschluss der Tränenpünktchen und Tränenträufeln berichtet.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.
Welche
Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Bitte wenden Sie die
Berberil® N
Augentropfen nicht mehr an und sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die weitere
Behandlung.
5. Wie sind die
Berberil® N
Augentropfen aufzubewahren?
Das
Arzneimittel darf nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwendet werden (siehe Faltschachtel und Etikett).
Nicht über 25 °C lagern.
Die
Augentropfen sind nach Anbruch 6 Wochen verwendbar.
Arzneimittel für
Kinder unzugänglich aufbewahren!
6. Weitere
InformationenWas die
Berberil® N
Augentropfen enthalten:
Der
Wirkstoff ist:
Tetryzolinhydrochlorid.
1 ml Lösung enthält 0,50 mg
Tetryzolinhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Benzalkoniumchlorid (Konservierungsmittel); Sorbitol (Ph.Eur.); Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat; Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat (Ph.Eur.); Hypromellose;
Wasser für Injektionszwecke.
Packung mit 10 ml (N1)
Augentropfen je Flasche
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Dr. Gerhard Mann, Chem.- pharm. Fabrik GmbH,
Brunsbütteler Damm 165-173, 13581 Berlin
Telefon (030) 33093 - 5051, Telefax (030) 33093-357, E-Mail ophthalmika@bausch.com
alternativ:
Bausch & Lomb GmbH,
Brunsbütteler Damm 165-173, 13581 Berlin
Telefon (030) 33093 - 5051, Telefax (030) 33093-357, E-Mail ophthalmika@bausch.com
Stand der Information: Oktober 2006.
Quelle: Herstellerangaben
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.