Gebrauchsinformation
Liebe
Patientin, lieber
Patient!
Bitte lesen Sie die gesamte ackungsbeilage /Gebrauchsinformation sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie. Dieses
Arzneimittel ist auch ohne ärztliche Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen
Behandlungserfolg zu erzielen, muss AmbroHEXAL® Hustentropfen 7,5 mg/ml jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
- Wenn sich Ihr Krankheitsbild verschlimmert oder nach 4-5 Tagen keine Besserung eintritt, müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
Zusammensetzung
Arzneilich wirksamer Bestandteil: 100 ml Sirup enthalten 66,7 g
Lactulose.
Sonstige Bestandteile:
Galactose (Ph.Eur.),
Lactose-Monohydrat, gereinigtes
WasserHinweise
Der Sirup enthält herstellungsbedingt
Fructose,
Galactose und
Lactose.
Der Gehalt an verdaulichen
Kohlenhydraten beträgt in 100 ml Sirup max.17 g (max. 1,4 BE).
Darreichungsform und Inhalt
Originalpackungen mit 200 ml (N1), 500 ml (N2) und 1000 ml (N3) Sirup
Abführmittel, Leber- und Darmtherapeutikum
HEXAL AG Hersteller
Industriestraße 25 Salutas Pharma GmbH,
83607 Holzkirchen ein Unternehmen der HEXAL AG
Tel.: (08024) 908-0 Otto-von-Guericke-Allee 1
Fax: (08024) 908-1290 39179 Barleben
e-mail: patientenservice@hexal.de
Anwendungsgebiete
-
Verstopfung, die durch ballaststoffreiche Kost und andere allgemeine Maßnahmen nicht beeinflusst werden kann, sowie Erkrankungen, die einen erleichterten Stuhlgang erfordern
- Vorbeugung und
Behandlung bei portokavaler
Enzephalopathie (d. h.
Störungen der Gehirnfunktion infolge chronischer Lebererkrankungen, besonders bei Leberzirrhose).
Gegenanzeigen
Wann dürfen Sie
Lactulose Hexal® Sirup nicht einnehmen?
Beschwerden wie
Bauchschmerzen,
Erbrechen und Fieber können Anzeichen einer ernsten Erkrankung, wie z. B. Darmverschluss (Ileus) oder Entzündungen im Magen-Darm-Bereich sein. Bei solchen Beschwerden sollten Sie
Lactulose Hexal® Sirup nicht einnehmen und unverzüglich ärztlichen Rat suchen.
Auch bei
Störungen des
Wasser- und
Elektrolythaushaltes (Salzverluste) sollte
Lactulose Hexal® Sirup nicht eingenommen werden.
Bei den sehr selten auftretenden Unverträglichkeiten von
Fructose (
Fructose- Intoleranz),
Galactose (Galactosämie, Glucose /
Galactose-Malabsorptionssyndrom) und
Lactose (Lactase-Insuffizienz) sollten Sie
Lactulose Hexal® Sirup nicht einnehmen.
Was ist bei
Kindern zu berücksichtigen?
Da bei Säuglingen und Kleinkindern eine vererbte
Fructose-Unverträglichkeit möglicherweise noch nicht erkannt wurde, sollten diese
Lactulose Hexal® Sirup erst nach Rücksprache mit einem Arzt erhalten.
Was müssen Sie in Schwangerschaft und
Stillzeit beachten?
Schädliche
Wirkungen von
Lactulose bei
Einnahme während der
Schwangerschaft und
Stillzeit sind nicht bekannt.
Lactulose kann auch während der Schwangerschaft und
Stillzeit eingenommen werden.
Vorsichtsmaßnahmen für die
Anwendung und Warnhinweise
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Leiden Sie bereits längere Zeit unter
Verstopfungsbeschwerden, so sollten Sie sich vor
Beginn einer
Therapie mit
Lactulose Hexal® Sirup von Ihrem Arzt beraten und untersuchen lassen, denn chronische
Störungen bzw. Beeinträchtigungen des Stuhlganges können Anzeichen einer ernsteren Erkrankung sein!
Hinweis für Diabetiker und
Patienten mit anderen Verwertungsstörungen von
Kohlenhydraten
Dieses
Arzneimittel enthält herstellungsbedingt geringe
Mengen verdaulicher
Kohlenhydrate, die jedoch nur in relativ geringem Umfang aus dem Darm in den Körper aufgenommen werden und daher fast keinen Nährwert haben.
Beachten Sie dennoch, dass 1
Messbecher mit 30 ml
Lactulose Hexal® Sirup max. 5,1 g verdauliche
Kohlenhydrate, z. B.
Fructose (Fruchtzucker),
Galactose,
Lactose (Milchzucker) enthält, das max. 0,4 BE entspricht.
Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten ohne sicheren Halt beachten?
Lactulose Hexal® Sirup hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die Wahrnehmung, die Urteilskraft sowie das Reaktionsvermögen.
Wechselwirkungen
Welche Wechselwirkungen zwischen
Lactulose Hexal® Sirup und anderen
Arzneimitteln sind zu beachten?
Lactulose Hexal® Sirup kann den
Kaliumverlust durch andere, gleichzeitig eingenommene
Arzneimittel verstärken. Dazu gehören bestimmte harntreibende Mittel (Diuretika) und Nebennierenrinden-Hormone (Kortikosteroide) und das gegen Pilze eingesetzte Amphotericin B.
Bei
Kaliummangel ist die Empfindlichkeit gegenüber herzwirksamen Glykosiden (z. B. Digitoxin) erhöht.
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der
AnwendungDie folgenden
Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt
Lactulose Hexal® Sirup nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die
Anwendungsvorschriften, da
Lactulose Hexal® Sirup sonst nicht richtig wirken kann!
Bedenken Sie auch, dass es nach der
Einnahme der angegebenen Dosen von
Lactulose Hexal® Sirup einer geraumen, oft von
Patient zu
Patient unterschiedlichen Zeit bedarf, bis sich die erwünschte
Wirkung zeigt. So kann die abführende
Wirkung von
Lactulose Hexal® Sirup bereits nach 2- 10 Stunden eintreten, es können aber auch 1-2 Tage bis zum ersten Stuhlgang vergehen, besonders bei noch ungenügender
Dosierung.
Wieviel
Lactulose Hexal® Sirup und wie oft sollten Sie
Lactulose Hexal® Sirup einnehmen?
Lactulose Hexal® Sirup muss je nach
Anwendungsgebiet unterschiedlich dosiert werden. Die hier angegebenen
Dosierungen können nur der Orientierung dienen und müssen gegebenenfalls verändert werden, um die gewünschte
Wirkung zu erzielen.
1. Bei
Verstopfung:
Erwachsene: 1-2mal täglich 7,5-15 ml
Lactulose Hexal® Sirup (entsprechend 5-10 g
Lactulose)
Kinder: 1-2mal täglich 5-10 ml
Lactulose Hexal® Sirup (entsprechend 3-6 g
Lactulose)
Gerade zu
Beginn der
Behandlung einer
Verstopfung sind häufig größere Dosen
Lactulose Hexal® Sirup erforderlich. Im Allgemeinen kann diese etwas höhere Anfangsdosis nach 3-4 Tagen vermindert werden.
2. Bei portokavaler
Enzephalopathie, d. h. bei Beeinträchtigung der Hirnfunktion im Rahmen einer Lebererkrankung:
Erwachsene: Zu
Beginn der
Behandlung einer portokavalen
Enzephalopathie sollten Erwachsene 3-4mal täglich 7,5-15 ml
Lactulose Hexal® Sirup (entsprechend 5-10 g
Lactulose) einnehmen. Anschließend sollte die Dosis langsam und vorsichtig auf 3-4mal täglich 30-45 ml
Lactulose Hexal® Sirup (entsprechend 20-30 g
Lactulose) gesteigert werden. Das Ziel sollte dabei die Entleerung von 2-3 weichen Stühlen pro Tag sein.
Für die
Anwendung bei
Kindern sind keine
Angaben vorhanden.
Dieses
Arzneimittel enthält in 1
Messbecher mit 30 ml
Lactulose Hexal® Sirup max. 5,1 g verdauliche
Kohlenhydrate, z. B.
Fructose (Fruchtzucker),
Galactose,
Lactose (Milchzucker), das max. 0,4 BE entspricht.
Wie und wann sollten Sie
Lactulose Hexal® Sirup einnehmen?
Messen Sie bitte die für Sie erforderliche Dosis
Lactulose Hexal® Sirup mit dem beigefügten
Messbecher ab. Anschließend wird diese Menge
Lactulose Hexal® Sirup mit
Wasser oder mit warmen Getränken (z. B. Kaffee oder Tee) gemischt oder in Joghurt, Müsli oder Brei eingerührt und zusammen mit diesen Lebensmitteln eingenommen.
Die
Einnahme von
Lactulose Hexal® Sirup kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Ist zur erfolgreichen
Behandlung einer
Verstopfung eine einmalige Dosis
Lactulose Hexal® Sirup ausreichend, so hat sich eine
Einnahme morgens nach dem Frühstück als besonders verträglich erwiesen.
Wie lange sollten Sie
Lactulose Hexal® Sirup einnehmen?
Die
Behandlungsdauer richtet sich nach der Entwicklung des jeweiligen Krankheitsbildes.
Überdosierung und andere
Anwendungsfehler
Was ist zu tun, wenn
Lactulose Hexal® Sirup in zu großen
Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Wurde
Lactulose Hexal® Sirup in zu großen
Mengen eingenommen, können Übelkeit,
Erbrechen, Durchfälle und Verluste an
Wasser und Elektrolyten (vor allem von
Kalium und Natrium) auftreten, die gegebenenfalls durch eine medikamentöse
Therapie ausgeglichen werden müssen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn es bei einer Überdosierung zu solchen Beschwerden gekommen ist. Dieser wird dann auch über eventuell einzuleitende
Behandlungsmaßnahmen entscheiden.
Was müssen Sie beachten, wenn sie zu wenig
Lactulose Hexal® Sirup eingenommen oder eine
Einnahme vergessen haben?
Auch bei richtiger
Einnahme der empfohlenen Dosis
Lactulose Hexal® Sirup kann es einige Zeit dauern, bis sich die gewünschte
Wirkung einstellt (siehe auch ?
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der
Anwendung?).
Sollten Sie zu wenig eingenommen haben, so kann sich die Zeit bis zum
Wirkungseintritt verlängern. Der
Behandlungserfolg kann dann aber auch ganz ausbleiben.
Haben Sie einmal die
Einnahme einer Dosis
Lactulose Hexal® Sirup vergessen, fahren Sie bitte mit der
Therapie wie empfohlen fort, ohne selbständig die Dosis zu erhöhen! In Zweifelsfällen fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat!
Was müssen Sie beachten, wenn Sie die
Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?
Unterbrechen Sie die
Behandlung mit
Lactulose Hexal® Sirup oder beenden Sie die
Einnahme vorzeitig, so müssen Sie damit rechnen, dass sich die gewünschte
Wirkung nicht einstellt bzw. das Krankheitsbild sich wieder verschlechtert. Nehmen Sie deshalb bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie die
Behandlung beenden oder unterbrechen wollen.
Nebenwirkungen
Welche Nebenwirkungen können bei der
Einnahme von
LactuloseHexal® Sirup auftreten?
Bei
Beginn der
Behandlung mit
Lactulose Hexal® Sirup können bei mittlerer
Dosierung leichte
Bauchschmerzen und
Blähungen auftreten.
Unter hoher
Dosierung sind auch Übelkeit,
Erbrechen und Durchfall mit
Störungen im
Elektrolythaushalt möglich. Bei langfristiger
Einnahme von
Lactulose Hexal® Sirup in einer
Dosierung, die zu anhaltend dünnen Stühlen führt, muss mit den üblichen, durch Abführmittel bedingten
Störungen im Bereich des
Wasser- und
Elektrolythaushaltes (vermehrte Ausscheidung von
Kalium, Natrium und
Wasser) sowie deren Folgewirkungen
gerechnet werden.
Sollten Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Die zu
Beginn einer
Behandlung mit
Lactulose Hexal® Sirup möglichen unerwünschten
Arzneimittelwirkungen, die sich in leichten
Bauchschmerzen und
Blähungen zeigen können, verschwinden meistens von allein im weiteren
Behandlungsverlauf.
Sollte es unter einer - meist hoch dosierten -
Einnahme von
Lactulose Hexal® Sirup zu Durchfällen und nachfolgenden
Störungen im
Wasser und
Elektrolythaushalt kommen, so müssen diese gegebenenfalls medikamentös behandelt und ein aufgetretener Mangel an
Wasser,
Kalium oder Natriumsalzen ausgeglichen werden. Häufig ist dann auch eine Reduktion der einzunehmenden Menge von
Lactulose Hexal® Sirup erforderlich.
Sollten Sie diese unerwünschten
Wirkungen bei sich feststellen, informieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt. Dieser wird dann auch entscheiden, ob eine Verringerung oder in seltenen Fällen ein Absetzen der
Einnahme von
Lactulose Hexal® Sirup erforderlich ist.
Hinweise und
Angaben zur Haltbarkeit des
Arzneimittels
Das Verfallsdatum dieses
Arzneimittels ist auf der Packung und der Flasche aufgedruckt. Verwenden Sie das
Arzneimittel nicht mehr nach diesem Datum!
Stand der Information: Dezember 2002
Quelle: www.hexal.de
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.