OBSTINOL M 250ml

PZN: 8704255
OBSTINOL M Emulsion

Obstinol® M - Was ist es?
Obstinol® M ist ein apothekenpflichtiges, aber rezeptfrei erhältliches Laxans. Das Präparat wird zur Behandlung der Obstipation (Darmträgheit, Stuhlverstopfung) eingesetzt.

Woraus besteht Obstinol® M?
Der Wirkstoff von Obstinol® M ist aromatisierte Paraffin-Emulsion.
30 ml Emulsion (= 1 Messbecher) enthalten: 9,97 g dickflüssiges Paraffin.
Weiterhin enthält Obstinol® M folgende Bestandteile: Glycerol, Tragant, Methylhydroxyethylcellulose, Arabisches Gummi, Carmellose-Natrium, Benzoesäure, Saponin, Saccharin-Natrium, gereinigtes Wasser und Aromastoff.

Wann darf Obstinol® M nicht angewendet werden?
Nicht angewendet werden sollte Obstinol® M bei Bewusstseinsstörungen, da ein bei diesen Zuständen gestörter Schluckmechanismus zur Aspiration von Paraffin (Eindringen in die Lungen) und erheblichen Beeinträchtigungen der Atmung führen kann. Aus dem gleichen Grund sollte Obstinol® M nicht bei Schluckstörungen und Magenentleerungsstörungen eingesetzt werden. Bei Kindern im ersten Lebensjahr ist die nervale Koordination des Schluckaktes noch nicht voll ausgereift, so dass in diesen Fällen die Verwendung von Obstinol® M nicht angezeigt ist. Für Kinder im Alter von 1-2 Jahren muss individuell von Seiten der Eltern unter Beratung des Arztes und/oder Apothekers entschieden werden, ob der Reifegrad des Kindes die Anwendung von Obstinol® M gestattet. Bei Vorliegen einer Entleerungsstörung des Darms aufgrund einer Darmlähmung darf Obstinol® M nicht verwendet werden.

Kann Obstinol® M Nebenwirkungen auslösen?
Obstinol® M ist sehr gut verträglich. In seltenen Fällen kann die Einnahme von Obstinol® M zu einem Absinken des Kaliumspiegels im Blut (Hypokaliämie), einem Anstieg des Blutkalziumspiegels (Hyperkalzämie) und einer Überfunktion der Nebennierenfunktion (sekundärer Hyperaldosteronismus) führen.

Wird Obstinol® M in sehr hohen Dosen verwendet, kann es zur Stuhlinkontinenz (zum unwillkürlichen Austreten von Stuhl aus dem Darm) und zu Hautschäden im Analbereich kommen. Vor dem langjährigen, unkontrollierten und hochdosierten Gebrauch von Obstinol® M wird gewarnt, da es bei Missbrauch von Paraffin in Einzelfällen zur Einlagerung von Paraffin in das Lungengewebe und andere Gewebe des Körpers und zur Bildung von Paraffin-Knötchen (Paraffin-Granulome) kommen kann.

Gibt es bekannte Wechselwirkungen oder Unverträglichkeiten von Obstinol® M mit anderen Medikamenten?
Wird Obstinol® M über längere Zeiträume und zu den Mahlzeiten eingenommen, kann ein Mangel an fettlöslichen Vitaminen (Vitamine E, D, K und A) infolge herabgesetzter Resorption auftreten. Die Einnahme von Obstinol® M sollte daher um ca. 1 Stunde zeitversetzt zu den Mahlzeiten erfolgen. Unverträglichkeiten von Obstinol® M mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt.

Wie dosiert man Obstinol® M richtig?
Erfahrungsgemäß kommen Patienten mit folgender Dosisempfehlung gut zurecht:
Für die Altersstufen von 1 ? 14 Jahren ist eine gewichtsabhängige Dosierung von 1 ? 2 ml Obstinol® M pro kg Körpergewicht sinnvoll. Mit Vollendung des 14. Lebensjahres wird eine Erwachsenendosis von 50 ? 100 ml Obstinol® M täglich empfohlen. Innerhalb dieses Dosisfensters muss individuell die Dosis, die den Stuhlgang optimal reguliert, angepasst werden.
Die folgende Tabelle ist bei der Berechnung der Obstinol® M Dosis hilfreich:
Alter Körpergewicht - Empfohlene Tagesdosis
Kinder ab 1 Jahr ca. 10 kg 10 ? 20 ml
Kinder ab 6 Jahren ca. 20 kg 20 ? 40 ml
Kinder ab 12 Jahren ca. 40 kg 40 ? 80 ml
Kinder ab 14 Jahren und Erwachsene >= 50 kg 50 ? 100 ml

Wie wird Obstinol® M richtig eingenommen?
Die angegebene Tagesdosis kann auf einmal oder verteilt in Einzeldosen eingenommen werden. Die Wirkung tritt nach 6 ? 12 Stunden ein. Die Einnahme sollte wegen der Gefahr der Aspiration nur in aufrechter Körperhaltung erfolgen. Vor Gebrauch ist der Inhalt der Flasche aufzuschütteln. Die Einnahme von Obstinol® M sollte um ca. 1 Stunde zeitversetzt zu den Mahlzeiten erfolgen, um die Resorption fettlöslicher Vitamine nicht zu behindern.

Kann es mit Obstinol® M zu Vergiftungen kommen?
Obstinol® M ist sehr gut verträglich. Paraffin wird normalerweise nicht in nennenswertem Umfang systemisch resorbiert. Vergiftungsfälle sind bislang bei regelrechter Anwendung nicht bekannt geworden. Bei Überdosierung kann es zum Heraussickern von Paraffin aus dem Anus und zur Inkontinenz kommen.

Wie wirkt Obstinol® M?
Dickflüssiges Paraffin (Paraffinöl) besteht aus einer gereinigten Mischung von gesättigten Kohlenwasserstoffen. Paraffin wird nur in geringer Menge systemisch resorbiert. Es durchdringt den Darminhalt, verringert dessen Zähigkeit und Konsistenz und erleichtert durch den Gleitmitteleffekt den Stuhlgang. Wird Paraffin in hohen Dosen über lange Zeit eingenommen, kann die Resorption der Substanz in Einzelfällen zu Ablagerungen in der Darmwand, in Lymphknoten der Bauchhöhle, der Leber, der Milz und der Lungen führen.

Darf Obstinol® M während der Schwangerschaft verwendet werden?
In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Obstinol® M nur auf ärztliche Anweisung und unter strenger Indikationsstellung angewendet werden.

Wie lange ist Obstinol® M haltbar?
Obstinol® M ist in gemäßigten Breiten bei Zimmertemperatur 3 Jahre haltbar. Nach Anbruch ist das Präparat ca. 6 Monate bei Raumtemperatur haltbar. Dies setzt jedoch voraus, dass die Flasche unter hygienischen Bedingungen gelagert und gehandhabt wird.

Quelle: www.celltech-pharma.de
Stand: 04/2007
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
OBSTINOL M (PZN: 8704255)
Hersteller:
UCB Pharma GmbH

Darreichungsform:
Emulsion

Zuzahlungsbefreit:
Nein

Apothekenpflichtig:
Ja

Verschreibungspflichtig:
Nein

Verfügbarer Inhalt:
- 250 ml (PZN: 8704255)
- 5000 ml (PZN: 8704261)

Gruppe:
Abführmittel
Schlagwörter:

Paraffin, Jahren, Einnahme, Mahlzeiten, Resorption, Unverträglichkeiten, Tagesdosis, Flasche, Gebrauch, Stuhlgang, Schwangerschaft, Präparat, Medikamenten, Einzelfällen, Stunde, Aspiration, Anwendung, Heraussickern, Einzeldosen, Altersstufen, Analbereich, Gefahr, Dosisempfehlung, Absinken, Dosisfensters, Einlagerung, Hautschäden, Eltern, Erwachsenendosis, Gleitmitteleffekt

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