TARGIN 5 mg/2,5 mg Retardtabletten

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TARGIN 5 mg/2,5 mg Retardtabletten

Dosierung und Anwendungshinweise

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Das Arzneimittel darf nicht zerkaut oder zerkleinert werden.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte nur kurzzeitig angewendet werden.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Schläfrigkeit, Pulserniedrigung, niedrigem Blutdruck sowie zu Atemstörungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Cor pulmonale (Schwäche des rechten Herzens, infolge einer Lungenerkrankung)

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Darmverschluss durch eine Darmlähmung
- Verengung im Verdauungstrakt
- Atemschwäche
- Asthma bronchiale
- Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Eingeschränkte Lungenfunktion
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Niedriger Blutdruck
- Bluthochdruck
- Delirium tremens (Verwirrtheit mit Zittern und Krämpfen)
- Alkoholmissbrauch
- Drogenabhängigkeit
- Arzneimittelmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
- Psychose
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Nebennierenrindenerkrankungen
- Prostatavergrößerung
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Gallensteinleiden
- Schilddrüsenunterfunktion
- Epilepsie
- Neigung zu Krampfanfällen, d.h. in der eigenen Vorgeschichte sind epileptische Anfälle bekannt
- Kopfverletzungen

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
        - Übelkeit
        - Erbrechen
        - Durchfälle
        - Blähungen
        - Verstopfung
        - Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Schluckauf
- Aufstoßen
- Mundtrockenheit
- Geschmacksstörungen
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Geschwüre auf der Mundschleimhaut
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Schwindel
- Koordinationsstörung
- Schläfrigkeit
- Schlaflosigkeit
- Unruhe
- Delirium (Verwirrtheit)
- Aufmerksamkeitsstörung
- Konzentrationsstörungen
- Angstzustände
- Hyperaktivität (psychomotorische)
- Sedierung
- Persönlichkeitsveränderungen
- Euphorie
- Nervosität
- Denkstörung
- Halluzinationen
- Depressionen
- Missempfindungen, wie:
        - Verminderte Berührungsempfindlichkeit
        - Kältegefühl
        - Wärmegefühl
- Sprachstörungen
- Störungen der Stimme
- Hörstörungen
- Sehstörungen
- Verschlechtertes Sehen bei Dunkelheit
- Laufende Nase
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
        - Hautausschlag
        - Juckreiz
- Allergische Reaktionen
- Gefäßerweiterung
- Niedriger Blutdruck
- Bluthochdruck
- Herzklopfen
- Angina pectoris
- Wassereinlagerungen (Ödeme), vor allem an den Beinen oder Armen
- Husten
- Atemschwäche
- Verengung der Atemwege
- Anfälle von Atemnot
- Verstärkter Harndrang
- Störungen beim Wasserlassen, wie schmerzhafte Blasenentleerung (Dysurie)
- Anstieg der Leberwerte
- Gallenkolik
- Erhöhter Muskeltonus (Spannungszustand des Muskels)
- Zittern
- Muskelschmerzen
- Muskelzuckungen
- Muskelkrämpfe
- Schmerzen im Brustkorb
- Schwitzen
- Schüttelfrost
- Erektionsstörungen
- Libidoabnahme (Abnahme der Lust zum Geschlechtsverkehr)
- Unwohlsein
- Allgemeine Schwäche

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Zusammensetzung

WirkstoffOxycodon hydrochlorid5 mg
WirkstoffOxycodon4,48 mg
WirkstoffNaloxon hydrochlorid-2-Wasser2,75 mg
WirkstoffNaloxon hydrochlorid2,5 mg
WirkstoffNaloxon2,25 mg
HilfsstoffEthylcellulose+
HilfsstoffStearylalkohol+
HilfsstoffLactose-1-Wasser+
HilfsstoffLactose68,17 mg
HilfsstoffTalkum+
HilfsstoffMagnesium stearat+
HilfsstoffHyprolose+
HilfsstoffPoly(vinylalkohol)+
HilfsstoffTitandioxid+
HilfsstoffMacrogol 3350+
HilfsstoffBrillantblau FCF, Aluminiumsalz+

Wirkungsweise

Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?

Das Arzneimittel besteht aus einer Wirkstoffkombination.
Der Wirkstoff Oxycodon wirkt stark schmerzlindernd, indem er im Gehirn die Schmerzwahrnehmung und die Intensität der Schmerzempfindung herabsetzt.
Der zusätzlich enthaltene Wirkstoff Naloxon wirkt einer häufigen Nebenwirkung des Oxycodon, der typischen Verstopfung, entgegen.

Wichtige Hinweise

Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Das Arzneimittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und bei Absetzen können Entzugserscheinungen auftreten.
- Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.


Aufbewahrung

Aufbewahrung

Das Arzneimittel muss
        - vor Hitze geschützt
        - im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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